Ausstellungen

Heilige und Heiliges über den Pass

Heilige(s) ist mobil. Über Jahrhunderte bis in die Gegenwart sind Kultformen sakraler Spuren bemerk – und sichtbar. Manches mutet fremd an (etwa Schluckbildchen), manche Objekte und Riten gehören geradezu zur Alltagskultur (so das Votivbild vergangener Zeit bis hin zum Sturzhelm als Votivgegenstand der Gegenwart).
Das Diözesanmuseum Hofburg Brixen, das Augustinermuseum Rattenberg und das Rablhaus am Weerberg zeigen in diesem gemeinsamen Ausstellungsprojekt Facetten der lokalen und überregionalen Kulturgeschichte auf. Warum haben bestimmte Heilige einen hohen Bekanntheitsgrad, in welcher Form haben sie nachhaltig Zeichen gesetzt? Hat man in früheren Zeiten in der Verehrung schon „gegendert“? Und warum sind Reliquien, also die „Überbleibsel“ von Heiligen, nicht nur in der Verehrung sondern auch als Wirtschaftsfaktor wichtig gewesen? Zeigen uns Votivbilder mehr als nur Heilige und Dank- bzw. Bittsagungen – sind sie nicht auch ein Spiegelbild der Alltagsbewältigung? Haben Wallfahrten neben einem spirituellen Charakter in der Gegenwart auch ein sportliches, gesellschaftliches Moment?
All‘ diese Facetten und vieles mehr stehen im Zentrum der drei Ausstellungsörtlichkeiten. Und sie laden zu einer (musealen) Pilgerreise ein – um die Mobilität einst und heute zu verdeutlichen, um Vergangenheit und Gegenwart zu beleuchten, aber auch um aufzuzeigen: Was ist denn nun heute heilig?

Ausstellungsdauer:
17. Juli 2021 – bis 26. Oktober 2021
Täglich von 10.00 - 17.00 Uhr


Vorschau Sonderausstellung 2022

Zum 30-Jahr-Jubiläum des Augustinermuseums Rattenberg

ganz – zerbrochen

Eine Phänomenologie des Glases

Meisterklasse für Bildhauerei Martin Gostner - Kunstakademie Düsseldorf

Die 1773 gegründete Kunstakademie Düsseldorf und ihre KünstlerInnen genießen hohes nationales und internationales Ansehen. Bereits im 19. Jahrhundert ("Düsseldorfer Malerschule") waren viele der berühmtesten Künstler Deutschlands Düsseldorfer Absolventen. Seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts behauptet die Kunstakademie eine ähnlich bedeutende Stellung für die Kunst der Gegenwart. Dies äußert sich etwa durch maßgebliche Beteiligungen an internationalen Ausstellungen (z.B. der Biennale Venedig oder der documenta Kassel). Heute befindet sich in Düsseldorf die "Kunstakademie der fünf Kontinente" mit Lehrenden und Studierenden aus aller Welt. Die KünstlerInnen der Akademie repräsentieren die internationale Kunstszene, viele zählten und zählen zu ihren bekanntesten ProtagonistInnen, u.a. Paul Klee, Josef Beuys, Gerhard Richter, Markus Lüpertz, Rosemarie Trockel.

Die Stadt Rattenberg hat eine langjährige Geschichte und Tradition in der Glasverarbeitung. Auf Initiative der Museumsdirektorin Petra Streng wurde die Idee entwickelt diese große Tradition mit den Arbeiten von KunststudentInnen in einen Zusammenhang zu stellen.
Der Tiroler Künstler Martin Gostner leitet seit 2004 eine Meisterklasse für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, und so erschien es naheliegend diese Verbindung Tirol –Düsseldorf dafür zu nützen.
Die Konzeption der Ausstellung dazu sieht nun nicht allein Verwendung des Mediums Glas vor, sondern insbesondere auch die übertragende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Assoziationen und Erscheinungsformen von Glas, wie etwa schneiden, spiegeln, brechen, verletzen, aufbewahren, trinken, sehen, klirren, schützen, kochen, messen, erhellen. So werden unter diesen Voraussetzungen die verschiedensten künstlerischen Medien für die Realisierung verwendet werden. Dabei werden auch die ganz besondere Architektur und bei Manchem die kunsthistorische Sammlung des Augustinermuseums in die Realisierung miteinbezogen.

Das Augustinermuseum und die Stadt Rattenberg freuen sich sehr über die Zusammenarbeit mit der Kunstakademie Düsseldorf. Prof. Martin Gostner und „seine“ Künstler/innen arbeiten auf internationaler Ebene mit hohem Niveau. Die Auseinandersetzung mit Glas und dem Phänomen Transparenz ist herausfordernd und wird sicherlich spannende Momente garantieren. Wir freuen uns über dieses Projekt, dass anregend sein soll – für Künstler/innen und Besucher/innen!

Teilnehmende Künstler der Meisterklasse Prof. Martin Gostner: Jacqueline Bamfaste – Hanne Bleichert – Sven Raik Bernick – Mavi Garcia – Emily Goede – Amelie Karweick – Charlotte Klausener – Alesha Klein – Henrike König – Hanne Köster – Lukas Köver – Emma Løkke – Carlotta Lösch-Will – Carolin Pfeffer – Jennifer Pint – Almut Rabenau – Lena Schmitt – Paul Schwaderer – Natalie Stroekens

Meisterklasse Prof. Martin Gostner, Foto: Augustinermuseum Rattenberg


Rattenberger Kreuzgangkonzerte 2021

Organisation und Durchführung: Augustinermuseum Rattenberg, Mozarteum Innsbruck, Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung

Die diesjährigen Kreuzgangkonzerte 2021 stehen ganz im Zeichen des Euregio-Museumsjahres „Museum bewegt“. Eine Vielzahl an Ausstellungen und Veranstaltungen in Tirol, Südtirol und dem Trentino zeigen grenzüberschreitende Verbundenheit auf.
Und diese spiegelt sich auch im Konzertprogramm wieder.
Lassen Sie sich überraschen und erleben Sie unser Programm mit Musikern aus Tirol, Südtirol und dem Trentino.

Wir bitten aufgrund der beschränkten Besucherzahl um Voranmeldung (telefonisch oder per E-Mail) und Registrierung vor Ort.
Die Konzerte werden heuer wieder in der Klosterkirche stattfinden.

Tel.: +43 (0)5337 / 648 31 oder  Mail: info@augustinermuseum.at

Kartenverkauf an der Abendkassa

Beginn: jeweils um 19.00 Uhr
Eintrittspreis: EUR 13,-

07.07.2021

Tango argentino: Duo Müller-Funes und Silvia Funes
Die Geschwister Silvia und Raúl Funes stammen aus San Rafael (Provinz Mendoza) in Argentinien. Beide unterrichten an der Musikschule der Stadt Innsbruck: Silvia Gesang und Raúl Gitarre. Dank eines Staatsstipendiums konnten sie im Anschluss an ihre Ausbildung in Argentinien am Mozarteum in Salzburg studieren, Silvia bei der Sängerin Gabriele Erhard und Raúl beim Gitarristen Eliot Fisk.
Daniel Müller stammt aus Kufstein und leitet seit 2012 eine Gitarrenklasse am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck. Er und Raúl Funes lernten einander 2016 im Künstlerzimmer eines Festivals kennen. Ihre große Affinität für den Klang der Gitarre und die Leidenschaft, Musik für zwei Gitarren zu entdecken, waren die Motivation und der Grund zusammen zu spielen. Zwei Monate später spielte das Duo sein erstes Konzert. Es folgen Konzertreisen nach Deutschland, Argentinien, Spanien, Rumänien sowie zahlreiche Videoproduktionen und Auftritte in Rundfunk und Fernsehen.
Neben Musik aus Brasilien, Kuba und Spanien gehört der argentinische Tango zu den besonderen Schwerpunkten der Geschwister Funes und von Daniel Müller. In ihren Konzerten präsentieren sie künstlerische Tangomusik mitunter auch gemeinsam mit in Tirol lebenden Tänzerinnen und Tänzern aus ihrer Heimat.
Daniel Müller (Gitarre)
Raúl Funes (Gitarre)
Silvia Funes (Gesang)

Facebook: Duo Müller-Funes


22.07.2021

Abies alba (Trentino)
Das Repertoire von Abies alba – zu Deutsch „Weiß-Tanne“ (eine im Trentino beheimatete Baumart) – bietet neben traditioneller Musik aus dem Trentino auch neuere Lieder und Stücke aus anderen Regionen der Alpen. Die Gruppe besteht seit den 1990er Jahren und gab nicht nur in Italien, sondern auch außerhalb Europas, wie beispielsweise in Brasilien, Uruguay oder in den USA, zahlreiche Konzerte. Mit ihren bisher veröffentlichten Alben In punto alla mezzanotte (1994), Oggi non si lavora (2000) und Abies alba (2006) steht die Gruppe in der Tradition der „orchestrine“ (Tanzmusikensembles) der trentinischen Volksmusik.
Franco Susini (Querflöte, Dudelsack, Piccoloflöte, Gesang)
Nicola Odorizzi (Diatonische Harmonika, Okarina, Perkussion, Gesang)
Mauro Odorizzi (Violine, Drehorgel, Mandoline, Gesang)
Maurizio Tomasi (Akustische Gitarre, Perkussion, Gesang)

Website: www.abiesalba.it


05.08.2021
(AUSVERKAUFT)

ERSATZTERMIN:
26.08.2021

Muatta inser
Die Hackbrettvirtuosin Maria Ma und der Schauspieler Ludwig Dornauer verweben sphärische Hackbrettklänge mit Lyrik in Zillertaler Mundart zu einem mystischen Hörerlebnis. Weibliche Spiritualität, deren Spuren man in allen Religionen zu finden vermag, sowie der ewige Wandel sind Inhalt der Texte aus Dornauers Feder. Musikalisch gebettet werden die Gedanken in feinste Hackbrettmusik, gespielt und komponiert von Maria Ma.

Maria Ma
Das Hackbrett gibt es, in ähnlicher Form unter verschiedenen Namen, seit Jahrtausenden in vielen Kulturen auf der ganzen Welt. Maria Ma bringt dieses uralte Saiteninstrument auf ihre ganz eigene, unverwechselbare Art zum Schwingen und Klingen. Mit vielen ihrer Kompositionen entführt sie das Publikum in ferne Welten, lässt in manchen ihrer Hackbrettstücke aber auch volksmusikalische Wurzeln erahnen. Als Komponistin, Bühnen- und Studiomusikerin arbeitet Maria Ma mit Markus Schirmer, Christian Kolonovits, Gert Steinbäcker und Schiffkowitz, Ulli Bäer, Ina Regen, der Universal Edition Wien u.v.a. Unter anderem komponierte und spielte sie die Musik zum mehrfach ausgezeichneten Ö1 Hörspiel „Märzengrund“ von Felix Mitterer, Bühnenmusik, Musik zu Hörbuchproduktionen, Klanginstallationen u.v.m.

Website: www.maria-ma.com

Ludwig Dornauer
Der Schauspieler Ludwig Dornauer wurde auf einem Zillertaler Bergbauernhof geboren. Seit seiner Jugend schreibt er Prosa in Zillertaler Mundart, absolvierte in München die Ausbildung zum Schauspieler und wirkte bei unzähligen Bühnen-, Film- und Fernsehproduktionen mit. Unter anderem in: Felix Mitteres „Verkaufte Heimat“, „Piefke - Saga“ und „Alle für die Mafia“; in „Julia – eine ungewöhnliche Frau“. 1995 wurde Ludwig Dornauer Sprecher beim ORF Landesstudio Tirol und ist seither dessen unverkennbare Stationsstimme, von vielen auch liebevoll „Stimme Tirols“ genannt. Vielen bekannt ist Ludwig Dornauers sonore Sprechstimme auch von TV- Sendungen wie „Universum“ und „Österreich Bild“ sowie von „Radiogeschichten“ und ORF Hörspielen.


19.08.2021

Trio Oudarc (Südtirol)
World Fusion Musik á la Oudarc: drei Musiker, drei Welten. Ursula Mühlberger (klassische Violine) und Cristiano Giongo (Oud/arabische Laute, Gitarre und Loop Pedal) aus Bozen und Omar El Afrah (Singstimme, Percussion) aus Fes in Marokko begeben sich in ihren Kompositionen und Arrangements in die Stimmungen ferner, traumhafter Welten und spüren darin dem Reiz des Fremdartigen nach. Rhythmus, Melodie, Klangfarbe, geschöpft aus der Diversität des musikalischen und kulturellen Hintergrunds der Musiker, sind die gemeinsame Basis. In der Performance verschmelzen der Klang von Oud, Violine, Percussion und Singstimme unter Einsatz eines Loop Pedals zu einer faszinierenden und originären Gesamtwirkung.
Ursula Mühlberger (Violine)
Cristiano Giongo (Oud, Gitarre Loop Pedal)
Omar El Afrah (Stimme, Percussion)

Website: www.oudarc.it